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Plazentablut statt Knochenmark
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Die Transplantation von hämatopoetischen Stammzellen aus Plazentablut ist ebenso wie die Knochenmark-(KM-)Transplantation in der Lage, eine ausreichende Blutbildung zu restaurieren. Dies trifft sowohl für verwandte als auch unverwandte Empfänger zu. Als Vorteile des auch als Nabelschnurblut bezeichneten Plazentabluts gelten die einfache Gewinnung, die rasche Verfügbarkeit, das fehlende Risiko für den Spender und die geringe Wahrscheinlichkeit einer Übertragung klinisch relevanter Infektionen. Auch die gefürchtete GVHD (graft versus host disease) ist weniger ausgeprägt als bei der KM-Transplantation, so dass sich dieses Verfahren gerade bei HLA-Inkompatibilität anbietet.
Eine New Yorker Arbeitsgruppe wertete die Daten von 562 Patienten aus, die seit 1992 mit diesem Verfahren bei verschiedenen Grunderkrankungen behandelt worden waren.
Die Raten für ein Angehen der Transplantation lagen mit 81 Prozent bei den Neutrophilen und 85 Prozent bei den Thrombozyten hoch und waren der KM-Transplantation vergleichbar. Ebenso waren die Zahlen der akuten- und chronischen GVHD mit denen der KM-Transplantation vergleichbar. Als Variablen für das Gelingen der Tranplantation von Stammzellen aus Plazentablut erwiesen sich neben der Leukozytenzahl im Transplantat vor allem die zugrunde liegende Erkrankung, das Patientenalter, der Grad der HLA-Inkompatibilität sowie das Transplantationszentrum selbst. Die Autoren resümieren, dass Plazentablut eine geeignete Quelle für hämatopoetische Stammzellen darstellt und die klinische Wirksamkeit der einer konventionellen Knochenmarktransplantation nicht nachsteht.
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Rubinstein P et al.: Outcomes among 562 recipients of placental-blood transplants from unrelated donors. N Eng J Med 1998;339: 1565-1577.
Dr. Rubinstein, New York Blood Center, 310 E. 67th St., New York, NY 10021, USA.
Referiert in: Deutsches Ärzteblatt 96, Heft 6 (12.02.1999), Seite A-358
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